Ursachen von Blutungsstörungen bei der Frau
Menstruationsbeschwerden treten in den verschiedensten Ausprägungen auf.
So können die Intervalle der Blutung von den üblichen 28 Tagen abweichen oder die Blutung selbst zu stark, zu schwach, zu lang oder zu kurz sein. Weiterhin kann die Regel komplett ausbleiben, sehr unregelmäßig sein, lange anhalten, oder es treten Zusatzblutungen auf.
Als Ursachen solcher Störungen kommen organische, hormonelle oder psychische Faktoren wie Stress, Konflikte oder ein unerfüllter Kinderwunsch in Betracht.
Oft sind es harmlose Ursachen, möglich sind aber auch Erkrankungen der Geschlechtsorgane, Fehlfunktionen der Schilddrüse, Diabetes oder Leber- und Nierenerkrankungen. Frauen sollten bei folgenden Problemen einen Gynäkologen aufsuch
- sehr starke Blutung
- Blutungsdauer länger als acht bis zehn Tage
- Blutungen außerhalb der "regulären" Menstruation
- Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
- brauner, blutiger oder fleischfarbener Ausfluss
Diagnoseverfahren
Zunächst werden im Gespräch mögliche Ursachen abgeklärt. Tastuntersuchung, Abstrich und Blutabnahme liefern erste Hinweise auf Unterleibsentzündungen, hormonelle Probleme oder Stoffwechselerkrankungen. Per Ultraschall wird nach Tumoren, Myomen oder Polypen gesucht. Bei anatomischen Ursachen der Blutungsstörung werden diagnostische und therapeutische Verfahren (Gebärmutterspiegelung und Ausschabung) oft miteinander kombiniert.
Behandlungsmethoden
Hormonell bedingte Störungen lassen sich medikamentös behandeln. Myome und Polypen werden operativ entfernt – oft ist dies sogar ambulant möglich. Muss die Schleimhaut in der Gebärmutter verödet werden, steht mit dem Goldnetzverfahren im Kreiskrankenhaus Mechernich die effektivste Methode zur Verfügung – der Eingriff dauert nur 90 Sekunden. Bei Erkrankungen, die eine Entfernung der Gebärmutter erfordern, setzt man bei entsprechenden Voraussetzungen auf die LASH-Operation, die vergleichsweise sanfte Teilentfernung über eine Bauchspiegelung.


