Anästhesie-Symposium im LVR-Freilichtmuseum Kommern
Am 8. Oktober 2011 fand das fünfte Anästhesie-Symposium statt, zu dem die Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Kreiskrankenhauses in Kooperation mit den Anästhesieabteilungen des St. Antonius Krankenhaus Schleiden und des Marienhospitals Euskirchen eingeladen hatte.
Interdisziplinäre Fortbildung für Ärzte, Pflege-, Assistenz- und Rettungsdienstpersonal
Der Fokus der Veranstaltung lag in diesem Jahr auf dem Thema "Schwerverletztenversorgung". Um Punkt 9.00 Uhr war der historische Tanzsaal im Freilichtmuseum mit rund 170 Teilnehmern bestens besucht. Auf dem Programm für den Morgen standen acht abwechslungsreiche Vorträge, bei denen sowohl die Referenten aus den eigenen Reihen als auch die ausgewählten Gastredner auf ganzer Linie überzeugten. So zum Beispiel Tobias Becker, Fachkrankenpfleger Anästhesie und Intensivpflege an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau, der seine Präsentation "der instabile Polytraumapatient" mit einer spannenden Videosequenz begann und mit dem Dankesbrief eines kleinen Patienten abschloss.
Beim anschließenden Mittagessen mit frischen Suppen und Brot aus der museumseigenen Bäckerei konnten sich die Teilnehmer über das bisher Gehörte austauschen. Nach der Theorie am Vormittag stand der Nachmittag dann ganz im Zeichen der Praxis: Sieben verschiedene Workshop-Stationen konnten im Rotationsverfahren besucht werden - vom Spezial-Pflegebett, das auch selbst ausprobiert wurde, über Thoraxdrainage am Tiermodell bis hin zu den Traumatrainern des Rettungsdienstes Euskirchen, die im Zelt vor dem Saal die richtigen Techniken zum Retten und Sichern von Schwerstverletzten erklärten.
Wer wollte, konnte sich auf drei Workshops beschränken und zusätzlich an einer kurzweiligen Führung durch das Gelände teilnehmen. Das LVR-Freilichtmuseum in Kommern ist eines der größten in Europa und veranschaulicht in vier Baugruppen, wie früher im Rheinland gelebt und gearbeitet wurde. Nach dem Einblick in das harte Leben, das ausschließlich von Arbeit und Enthaltsamkeit geprägt war, freute sich manch ein Teilnehmer doch sehr, zu Kaffee und Kuchen wieder ins 21. Jahrhundert zurückkehren zu können.
Buntes Familienprogramm
Erstmalig wurde auch ein spezielles Programm für rund 50 große und kleine Begleitpersonen geschnürt. Für die Erwachsenen gab es eine zweistündige Führung; der pädagogische Dienst des Museums rundete den Familientag mit speziellen Angeboten für Kinder verschiedener Altersklassen ab. So zog die Gruppe "Waldkinder auf Schatzsuche" los, um den Schätzen der Natur auf den Grund zu gehen und das Gelände querfeldein zu erforschen. Eine zweite Gruppe widmete sich der Herstellung von Steinofenbrot aus dem alten Hofbackes, das sie den Eltern im Anschluss stolz präsentierten.
Dank an die Partner
Unterstützt wurde das Anästhesie-Symposium von fünf Sponsoren (Grünenthal, KCI Medizinprodukte, Mundipharma, Pfizer, Teleflex Medical), die sich im Veranstaltungssaal präsentierten und schnell Kontakt zu den Teilnehmern fanden. Ein Büchertisch mit Fachliteratur der Buchhandlung "Reinhardts Lesewald" aus Zülpich rundete das vielfältige Angebot ab.
"Die Veranstaltung war wirklich ein großer Erfolg und auch das Familienprogramm wurde prima angenommen", freute sich Dr. Rudolf Hering über die große Resonanz. Die teilnehmenden Ärzte konnten sich 8 Fortbildungspunkte der ÄkNo gutschreiben lassen.














