Da in den letzten 20 Jahren die Anzahl der stationär behandelten Patienten von 11.000 in 1990 auf 18.000 im Jahr 2010 gestiegen ist, sind umfangreiche Baumaßnahmen notwendig geworden. Mehr als 7,3 Mio. Euro werden bis Ende 2013 investiert.
Gleich mehrere umfangreiche Bauprojekte sollen das Kreiskrankenhaus für die zukünftigen Anforderungen wappnen:
Erweiterung der Erwachsenen-Intensivstation von 14 auf 18 Betten
Diese Baumaßnahme mit einem Kostenvolumen von 1.140.000 Euro war notwendig geworden, weil sich einhergehend mit der starken Zunahme der Zahl versorgter Patienten auch die Inanspruchnahme der Intensivpflegebetten deutlich erhöht hat. Die 14 zur Verfügung stehenden Intensivbetten sind seit Ende 2008 durchgängig vollständig ausgelastet. Dies lag auch an den steigenden Patientenzahlen in den Bereichen der Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Unfallchirurgie sowie von beatmungspflichtigen Patienten im Rahmen der internistischen Versorgung. Daraus resultierten in der Vergangenheit häufiger Kapazitätsengpässe im Bereich der intensivmedizinischen Versorgung. Die Fertigstellung ist für September 2012 geplant.
Errichtung einer zusätzlichen Station mit 35 Betten und Vergrößerung der Patientenbäder bei bestehenden Stationen
Immer häufiger gelangt das Krankenhaus an die Kapazitätsgrenzen. Dies führt in Zeiten der starken Belegung oder gar Überbelegung zu immer mehr Patientenbeschwerden.
Bei der Errichtung einer weiteren Station geht es nicht darum, die Bettenkapazität zu erweitern, sondern die Unterbringungsmöglichkeiten für die Patienten des Kreiskrankenhauses aufzulockern und zu verbessern. Es soll auf mittlere Sicht vermieden werden, dass immer wieder zusätzliche Patienten in Zwei- oder Dreibettzimmer oder gar in das Vierbettzimmer eingeschoben werden müssen.
Weiterhin werden die durchgängig als zu klein empfundenen Bäder der Zimmer, die zum Innenbereich des Haupteingangs liegen, in den Bauabschnitten 2 und 3 erweitert. Hierzu sollen vorgesetzte rechteckige Patientenbäder je Zimmer die Erkernasszellen ersetzen. Insgesamt werden während der im Juli 2011 begonnenen Baumaßnahme 40 neue Patientenbäder geschaffen. Von dem Gesamtkostenrahmen von 3.550.000 Euro entfallen auf diese Maßnahme 700.000 Euro. Die Fertigstellung soll bis Ende 2012 erfolgen.
Erweiterung der Eingangshalle und Neugestaltung des Eingangsbereichs
Die Eingangshalle des Krankenhauses wird ab Ende 2012 für ca. 1.100.000 Euro vergrößert und attraktiver gestaltet. Zudem soll der Haupteingang aufgewertet und so stärker betont werden.
Die Planung sieht eine Erweiterung der Eingangshalle in Richtung des Vorplatzes vor. Der momentan zu enge Zugang wird durch einen eingeschossigen Anbau um ca. 140 qm vergrößert. Eine großzügige, verglaste Fassade soll schon von weitem den Blick in die Halle zulassen und Patienten und Besucher mit einer hellen und freundlichen Atmosphäre empfangen.
Darüber hinaus wird auch der Vorplatz neu gestaltet. Bis Ende 2013 soll diese Baumaßnahme abgeschlossen sein.
Errichtung einer Aufnahmestation mit Isoliermöglichkeit
Im Erdgeschoss des Ostflügels wird gegenwärtig für ein Bauvolumen von 500.000 Euro eine Station für Patienten mit infektiösen Erkrankungen errichtet. Sie soll die Gefahr einer Infektionsausbreitung innerhalb des Krankenhauses einschränken. Sollten einzelne Zimmer nicht für die Isolierung von Patienten gebraucht werden, erlaubt diese Aufteilung auch die Nutzung als Aufnahmebereich. Die Station verfügt über neun mit Schleusen ausgestattete Einzelzimmer mit jeweils eigener Nasszelle. Diese Station wird bis September 2011 fertig gestellt.