Titel: Krankenpflegeschule |
Kreiskrankenhaus |
Alterssimulation mit dem Age Explorer Eine wichtige Erfahrung für Mitarbeiter und angehende Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen Deine flash Version entspricht nicht der benötigten Version 9.0.0 für diese Website. Aktualisiere dein Plugin unter http://www.adobe.com/shockwave/download/
Abb.: Thorsten Christes, Reporter für Radio Euskirchen, im Selbstversuch mit dem Simulationsanzug Am Montag, dem 17. Januar 2011 hatten die Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule sowie Mitarbeiter der Geriatrie des Kreiskrankenhauses Mechernich die Gelegenheit, die Welt aus Sicht des älteren Menschen wahrzunehmen. Der sogenannte Age Explorer besteht aus mehreren Komponenten und lässt jüngere Menschen die Auswirkungen des Alters am eigenen Leib erfahren. Das komplexe System wurde vom Institut Meyer-Hentschel auf Basis von Forschung und laufender Beobachtung interdisziplinärer Erkenntnisse entwickelt. Durch eine Art Helm mit Spezialvisier werden die altersbedingten Einschränkungen wie verändertes Farbensehen, abnehmende Sehschärfe, Einschränkung des Gesichtsfelds und Trübungen der Linse simuliert. Durch einen eingebauten Dämpfer kann auch das nachlassende Hörvermögen nachempfunden werden. Ein spezieller Overall mit Gewichten sorgt für die Einschränkung der Beweglichkeit von Gelenken wie auch für die Simulation der allgemein nachlassenden Kräfte. Die gesunkene Fingerfertigkeit und die verringerte Sensibilität im Alter werden durch besondere Handschuhe erlebbar gemacht. Sehr beeindruckt zeigten sich Schüler und Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses und letztendlich waren alle froh, mit dem Anzug auch das Alter zunächst wieder abstreifen zu können. „Dass man so eingeschränkt ist und vor allem so wenig hört und sieht, hätte ich nie gedacht“, so eine Pflegeschülerin. Ihre direkte Anregung für die zukünftige Arbeit: „Man sollte immer sicher gehen, dass die Patienten bei der Pflege ihr Hörgerät eingeschaltet und die Brille aufgesetzt haben, damit sie ihre Behandlung mitbekommen und verstehen, was wir gerade machen“. Scheinbar einfache Aufgaben des Alltags stellte für die Teilnehmer mit angezogenem Age Explorer bereits große Herausforderungen dar, die die volle Konzentration forderten. So misslang beispielsweise beim ersten Versuch das Umschlagen einer Zeitung ebenso wie das Auf- und Zuknöpfen eines Hemds. Weiterführende Informationen zum Age Explorer erhalten Sie unter www.mhmc.de SchülerInnen über ihr Erlebnis mit dem Age Explorer:"Der Age Explorer Tag war eine faszinierende, neue Erfahrung für mich, noch keine 18 und man wird in den Anzug gesteckt und fühlt sich wie 80." "Insgesamt war es echt sinnvoll, uns so etwas vorzuführen, damit wir im Arbeiten mit den älteren und kranken Menschen mehr Geduld und auch Verständnis haben." |
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